Historie - die Jahre 1973 bis 2006

Nach der Fertigstellung der Geroldseckerhalle konnte 1973 der erste große Zunftabend in der neuen Lokalität durchgeführt werden. Erstmals konnte die große Nachfrage nach Eintrittskarten befriedigt werden, was jedoch nur für kurze Zeit der Fall war. Bereits in den folgenden Jahren waren alle Karten schon im Vorverkauf vergriffen.

Viele Jahre wurde davon gesprochen und 1976 wurde es endlich in die Tat umgesetzt. Es wurde wieder ein Schergassenjahrmarkt organisiert und durchgeführt. Alle Narren im Ort waren der Meinung, dass diese schöne Tradition fortgeführt werden sollte. In Verbindung mit dem Freundschaftstreffen der Schergässler mit den Elztalzünften aus Bleibach, Niederwinden und Oberwinden wurde daraufhin ein 4-jähriger Rhythmus festgelegt, der auch nach dem Ende der Freundschaftstreffen Mitte der 90er Jahre Bestand hat. 1978 konnte dann der Kauf der Zigarrenfabrik Burger & Söhne durch die Zunft vermeldet werden. Der heute als "Nörgler" bekannte Bau fungiert seither als Zunftlokal und wurde unter der Regie des damaligen Oberzunftmeisters Ernst Fehrenbach umfassend renoviert.

Der Wechsel von Oberzunftmeister Ernst Fehrenbach zu Martin Meier zur Jahrtausendwende brachte die Wiederbelebung des traditionellen Rathaussturmes am Schmutzigen Donnerstag. Dafür wurde eigens ein närrischer Dialog, der zwischen dem Ortsvorsteher und dem Baronspaar geführt wird, gereimt und getextet. Im selben Zeitraum wurde auch eine weitere, fast schon vergessene Tradition wieder eingeführt: die Ausgabe von in Schmotz (Fett) gebackenen Leckereien an die Kinder beim Narrenbaumstellen am Schmutzigen Donnerstag auf dem Lindenplatz.

Die "Fasentlandschaft" im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends hatte große Veränderungen zu verzeichnen. Viele neue, kleine Zünfte entstanden, was zu einer Vielzahl an konkurrierenden Fasentveranstaltungen führte. Vielerorts konnten daraufhin närrische Großveranstaltungen nicht mehr durchgeführt werden. In Reichenbach traf es zwei Veranstaltungen. Der seit Anfang der 90er Jahre sehr beliebte Kostümball in der Geroldseckerhalle wurde 2004 letztmalig organisiert. Dem großen Hemdglunkerball am Schmutzigen Donnerstag, der ebenfalls in der weiträumigen Geroldseckerhalle veranstaltet wurde, ereilte 2005 das selbe Schicksal. In den Folgejahren verlagerte sich das närrische Geschehen am Schmutzigen Donnerstags zusehends in die Schergaß, in der seither eine zünftige Dorffasent zu erleben ist, die neben der Zunft von den aktiven Dorffasentgruppen mit ihren tollen Ideen und bunten Kostümen gestaltet wird.

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