Schergässler Reichenbach

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Urige Dorffasent in der Schergaß

Drei lange Jahre mussten die Narren warten, bis der 12. Schergasse-Johrmärkt am Fasentsonntag um 11.30 Uhr offiziell eröffnet wurde. Was folgten, waren zwei herrlich närrische Tage in der Schergaß, die allen Beteiligten und Besuchern sicherlich noch lange in bester Erinnerung bleiben werden. Aber nun Mal der Reihe nach. Nachdem Michaela I und Heiko I am frühen Sonntagmorgen zur Baronstrotte in die Fronmatte eingeladen hatten, bewegte sich der närrische Zug - angeführt vom Musikverein Reichenbach - zum Lindenplatz. Dort wurde der Markt unter dem Beifall vieler kostümierter Narren offiziell eröffnet. Viele Besucher strömten im Laufe des Tages in die Schergaß und erfreuten sich an den verschiedensten Darbietungen auf der Showbühne, an den Ständen und in den Buden. Tanzdarbietungen der Narrenfreunde aus Sexau und der Kuhbacher Kühe sowie musikalische Darbietungen der Schutterschlurbi und des Buure-Quartetts wurden mit viel Applaus bedacht. Ein großer Spaß war auch die Suche nach dem Schergaß-Talent. Um den Titel wetteiferten Sänger, Tänzer und Möchtegern-Bundespräsidenten, bis Moderator Helmut Dold gemeinsam mit der aus den Mitgliedern des Buure-Quartetts gebildeten Jury schließlich Klaus Neunstöcklin zum Sieger dieses närrischen Wettbewerbs kürten. Ein stimmungsvoller Abschluss des Tages auf der Showbühne war die Feuershow "el fuego". In den Buden herrschte derweil Hochbetrieb bis spät in die Nacht.

Bildergalerie: Schergasse-Johrmärkt Sonntag

Bereits zur Mittagszeit war die Schergaß am Montag wieder gut besucht. Magic Sven verzauberte nach der Essenszeit mit seiner Show im Nörgler nicht nur die kleinen Narren, die im Anschluss den großen Kinderumzug mitliefen und sich die für den Schergasse-Johrmärkt obligatorische "Wurschd samt Weckle" abholten. Frisch gestärkt, machten sich die Kinder dann an die Beantwortung der Fragen, die es im Rahmen der Schergaß-Ralley zu beantworten galt. Viele hochwertige Preise wurden im Anschluss an die Ralley verlost. Die glücklichen Gewinner freuten sich sehr über Eintrittskarten bzw. Gutscheine für folgende Einrichtungen: Vita Classica Therme Bad Krozingen, Funny World Freizeitpark, Baumkronenweg Waldkirch, Europark Rust, Rodelbahn Haslihorn und Bergbahnfahrt Todtnau, Steinwasenpark, Magic Bowling Center Waldkirch, Mehliskopf Rodelbahn und Badeparadies Schwarzwald. Erneut viel Applaus erhielten die Mini-Minis, die ihren "Polartanz", erstmalig aufgeführt beim Zunftabend der Schergässler, nochmals zum Besten gaben. Derweil strapazierten die Akteure des "Narriete" die Lachmuskeln der Besucher mit lustigen Sketchen und guten Witzen. Am zweiten Markttag setzten die Tramps aus Bodersweier, die Schwarzwald-Kracher und die Rebstibberer aus Ortenberg musikalische Akzente. Der Schergasse-Johrmärkt war erneut ein närrischer Hochgenuss für alle, die eine urige Dorffasent lieben. Nun gilt es wieder drei Jahre auf den nächsten Johrmärkt zu warten, bis es wieder heißt: "Alles strömt d’r Schergaß zue, nit emol e Hund het Rueh, z’Richebach do isch es schön, e jeds muß uf de Schermärkt gehn".

Bildergalerie: Schergasse-Johrmärkt Montag

Allen mitwirkenden Vereinen, Dorfgruppen und Akteuren wollen wir an dieser Stelle herzlich für die Teilnahme am diesjährigen Markt danken. Ohne das große Engagement und närrische Herz der Richebacher wäre dieser Markt nicht was er ist: ein Fasentknüller! Einen besonderen Dank richten wir in diesem Jahr an die Reichenbacher Spatzen, die letztmalig die Pforten zum "Spatzennest" geöffnet haben und bei den vergangenen Johrmärkten mit Liebe zum Detail für eine "närrische Wohlfühlatmosphäre" im Spatzennest gesorgt haben.

 

Reichenbach in Narrenhand

Farbenfroh und stimmungsvoll ging es am Schmutzigen in Reichenbach zu. Viele Narren folgten dem Aufruf "Kum un lach in Richebach" und erlebten einen schönen närrischen Tag zwischen Schergaß und Rathaus. Nach dem Besuch der Schergässler in den Kindergärten, wurde pünktlich um 15.30 Uhr der Narrenbaum gestellt. Der von Kinderhand geschmückte Baum ist in diesem Jahr ein besonders schönes, wenn auch etwas niedrigeres Exemplar als in den Vorjahren. Anschließend folgten viele Narren dem Aufruf, gemeinsam mit dem Baronspaar Michaela I. und Heiko I. das Rathaus zu stürmen und die Ortsgewalt zu übernehmen. Ortsvorsteher Klaus Girstl ergab sich angesichts der lärmenden, närrischen Übermacht in sein Schicksal und dankte ab. Im Anschluss ergriff Oberzunftmeister Martin Meier das Wort und dankte allen, die zum guten Gelingen der Fasent 2012 beitragen mit der Verleihung des diesjährigen Kampagneordens. Weitere Dankesworte folgten dann beim Auftritt des Buure-Quartetts: Die Buure dankten den Fans, die ihnen mittels TED-Voting zum Sieg beim Wettbewerb "Närrischer Ohrwurm 2012" verholfen hatten, der abgesetzte Ortsvorsteher Klaus Girstl dankte den Buuren dafür, dass Reichenbach bzw. die Richebacher Fasent nun im Ländle um einiges bekannter geworden ist. Der Siegertitel und einige weitere Ohrwürmer der Buure wurden dann abschließend zur großen Freude der Narrenschar angestimmt.

Bildergalerie: Narrenbaum stellen und Rathausstürmung

Der vom Musikverein Reichenbach angeführte Hemdglunkerumzug war dann der Startschuss für eine lange Nacht, in der ausgelassen, aber friedlich gefeiert wurde. Traditionell waren auch wieder die privat organisierten Dorfgruppen unterwegs, die die Richebacher Fasent an diesem Tag so besonders machen. Toll kostümiert und ideenreich wurde mit dem närrischen Publikum wieder viel Schabernack getrieben. Einige der Gruppen liefen unserem Haus- und Hoffotografen vor die Linse.

Bildergalerie: Dorfgruppen am Schmutzigen

 

Grandioser Empfang des Buure-Quartetts in Reichenbach

Das Buure-Quartett hat mit "Mir läbe nur eimol..." den Ohrwurm 2012 gelandet. Die Fernsehzuschauer, die per Telefonabstimmung ihr Votum in der Livesendung des SWR abgeben konnten, kürten das Loblied auf die Richebacher Fasent zum Ohrwurm und machten damit nicht nur die Buure glücklich. Denn die Freude und Begeisterung in Reichenbach ist riesengroß. Viele Fans aus dem Ort, aber auch darüber hinaus, haben die Buure noch am Abend ihres grandiosen Erfolges im Gasthaus Linde in Reichenbach hochleben lassen. Der Lindesaal platzte aus allen Nähten. Die Buure spielten nochmlas live auf und mussten neben dem Siegertitel auch den Vorjahreshit "Uns´re Küh im Stall" und weitere Hits zum Besten geben. Der ganze Saal sang und feierte kräftig mit. Der spontane Auftritt in der Linde war aber nicht die letzte Gelegenheit dieser Fasentkampagne, die Buure live zu erleben. Am Schmutzigen Donnerstag werden Timo Haag, Patrick Bohy, Daniel Moser und Mirko Sahl bei der Stürmung des Rathauses für Stimmung sorgen. Am Fasentsamstag wird das Quartett bei der "Heißen Nacht am Schutterstrand"  und am Fasentsonntag beim traditionellen Schergasse-Johrmärkt aufspielen. Nähere Informationen zu den Buure und deren Erfolg beim närrischen Ohrwurm 2012 gibt es auf der Buure-Website.

 

Heut ist so ein schöner Tag ...

Bei strahlendem Sonnenschein waren die Schergässler am Sonntag, den 12. Februar zu Gast bei den Rebhexen und Dominos in Friesenheim. Die Fasentzunft Friesenheim veranstaltete einen großen, sehenswerten Umzug, der Narren aus nah und fern anlockte und folglich ein breites Spektrum närrischen Brauchtums präsentierte. Von Seiten der Schergässler waren mit dabei, das amtierende Baronspaar Michaela I und Heiko I.

Nach dem Umzug galt es die Mobilfunktelefone zu zücken und für das Richebacher Buure-Quartett abzustimmen, die beim Wettbewerb des SWR um den närrischen Ohrwurm mitmachten und diesen nach ersten Meldungen gewonnen haben. Die Buure haben mit ihrem Hit "mir läbe nur eimol..." den närrischen Ohrwurm 2012 gelandet - wir sind begeistert und gratulieren herzlich !!!

Bildergalerie: Umzug Friesenheim

 

Ein Feuerwerk der guten Laune ...

... fackelten die Akteure beim 51. Zunftabend der Schergässler auf der Bühne ab. Das Publikum zeigte sich begeistert vom über vier Stunden dauernden Nonstop-Porgramm, das ausschließlich von eigenen Akteuren bestritten wurde. Helmut Dold alias "De Häme" und Oberzunftmeister Martin Meier führten gekonnt und mit viel Witz durch den Abend, der nach alter Tradition mit der Inthronisierung des Baronspaares begann. Michaela I und Heiko I (Michaela und Heiko Lauer) werden das närrische Volk in diesem Jahr durch die Kampagne führen. Das kurzweilige und abwechslungsreiche Programm eröffnete dann die Hästrägertanzgruppe mit dem Schergässler-Tanz bevor sich die Mini-Minis passend zu den derzeitigen Temperaturen "eiskalt" als Piguine, Eisbären und Eskimos dem Publikum präsentierten. Dem mit viel Applaus bedachten Tanz folgten die Tratschwieber Gisela Heizmann und Doro Oldak, die das Dorfgeschehen trefflichst glossierten. Mit einem musikalischen Jahresrückblick setzte sich erneut Tanja Mühlhaus, in diesem Jahr musikalisch begleitet von Rainer Kammerer, glänzend in Szene. Einen Einblick in die große Welt der Tanzfilme erhielt das Publikum beim Tanz der Maxi-Minis, der ebenfalls sehr gut ankam. Für großartige Stimmung sorgte im Anschluss das Buurequartett mit den Akteuren Timo Haag, Mirko Sahl, Daniel Moser und Patrick Bohy, der als "Fifi Albatross" die Geroldseckerhalle zum kochen brachte. Spitzfindiger ging es dann beim Hinkenden Boten alias Rolf Hügel zu, der den Politikern auf gekonnt gnadenlose Weise den Narrenspiegel vorhielt. Erstmals seit Jahren konnte beim Zunftabend wieder ein Showtanz der Hästräger, choreografiert von Tanja Stürmer, vorgetragen werden. Der mit viel Tempo und Hebefiguren ausgestattete Tanz der Piraten war mehr als sehenswert. Die anschließende Kreuzfahrt der "flotten Lotte" auf der Schutter mit der Gruppe "Die Neuen" war Komik pur, gespickt mit zahlreichen Fasenthits, die vom Publikum kräftig mitgesungen wurden. Alle Akteure zündeten "Gute-Laune-Raketen", was vom närrischen Volk im Saal beim großen Finale mit dem Lied "Sooooooo ein Tag, so wunderschön wie heute ..." quittiert wurde. Schön war´s !!! Wie schön, ist auf den Bildern, geschossen von unserem diesjährigen Haus- und Hoffotografen Reinhard Pelzer, zu sehen.

Bildergalerie: 51. Zunftabend der Schergässler

 


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